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Aktuell

Spatenstich für den Wärmeverbund Berlingen ist erfolgt

Das Grossprojekt zur Seewassernutzung ist offiziell gestartet – mit dabei Regierungsrat Walter Schönholzer

Gemeindepräsident Ueli Oswald, Regierungsrat Walter Schönholzer und Thomas März, EKZ (vlnr), feiern gemeinsam mit der Bevölkerung den Spatenstich zum Wärmeverbund Berlingen.

(mme) Berlingen setzt ein Zeichen für seine künftige Wärmeversorgung mittels Umweltenergie aus dem Untersee. Zum Spatenstich begrüsste Gemeindepräsident Ueli Oswald Regierungsrat Walter Schönholzer, Verantwortliche der Elektrizitätswerke Kanton Zürich (EKZ) sowie zahlreiche Einwohner, welche schon einen Vertrag für den Wärmeverbund unterschrieben haben. Regierungsrat Walter Schönholzer zitierte in seiner Ansprache aus der Machbarkeitsstudie «thermische Nutzung Bodensee und Rhein» aus dem Jahre 2021, dass sich 14 Regionen für die Nutzung von Seewärme eignen darunter Mammern, Steckborn und Berlingen. Die Studie bescheinigte Berlingen zwar Potential, aber eher an der unteren Grenze und gerade deshalb gratuliert er der kleinen Gemeinde zum Mut und erfolgreichen Umsetzung, welche einen wesentlichen Beitrag zur Strategie Unabhängigkeit von fossilen Energien leistet. 

Region Untersee in der Vorreiterrolle

Gottlieben ist ebenfalls mit einem solchen Projekt gestartet und in Steckborn ist die Machbarkeitsstudie im Gange. Nebst einem aktiven Gemeinderat, einer erfahrenen Projektleitung wie das EKZ braucht es dazu auch eine Bevölkerung, welche das Projekt mitträgt, so Schönholzer. Der Zeitpunkt könnte gerade hinsichtlich der aktuellen Ölpreise idealer nicht sein und auch, wenn die monatelange Baustelle besondere Anforderungen an alle Beteiligten stellt, wird dafür aber nicht nur von einem zukunftsträchtigen Projekt gesprochen, sondern auch umgesetzt. Einen wichtigen Meilenstein für Berlingen, nannte Gemeindepräsident Ueli Oswald den Tag des Spatenstichs und das mit dem EKZ – das Elektrizitätswerk des Kantons Thurgau war an einer Umsetzung gar nicht interessiert – eine Lösung erarbeitet werden konnte, die Seewassernutzung so zu realisieren, dass alle Liegenschaftsbesitzer entlang der Seestrasse die Möglichkeit erhalten, eine zukunftsgerichtete Wärmeversorgung sicherzustellen, was auch sinnvoll ist, ökologisch etwas Neues zu machen und wenn schon, dann richtig, so Oswald. Natürliche Ressourcen wie die Seewassernutzung zur Wärmegewinnung verantwortungsvoll einsetzen, ist ein wichtiger Beitrag zur nachhaltigen Energieversorgung. 

Sanierung Seestrasse besonderer Glücksfall

«Ein besonderer Glücksfall»: So nennt Gemeindepräsident Oswald das Grossprojekt mitten durch Berlingen. Mit der Sanierung Oberfläche Seestrasse, dem Ersatz von maroden Werkleitungen in Kombination mit der Fernwärme werden Synergien optimal genutzt. So kann auch die enorme Belastung für die Einwohner von Berlingen während der langen Bauzeit verringert werden, wenn alles miteinander umgesetzt werden kann. Oswald ist es bewusst, dass die Sperrung der Seestrasse kein Honigschlecken ist und nach zweiwöchiger Bauzeit trotz dreifacher Signalisation immer noch Einzelne Google-Maps folgen, ist sehr bedauerlich. Im bilateralen Gespräch mit einem Projektleiter des EKZ konnte in Erfahrung gebracht werden, dass ein Antrag auf Baustellenkennzeichnung bei Google bereits gutgeheissen worden ist. Die erste Bauphase von acht Monaten und die Koordination der diversen Leitungen ist im Gange und trotz Belastungen konnte Oswald erfreut auch positive Meldungen zur Kenntnis nehmen. Mit dem Wärmeverbund bekommt Berlingen eine richtig gute und nachhaltige Lösung und macht den Gemeindepräsidenten besonders stolz. Thomas März, Geschäftsleitungsmitglied des EKZ, sprach auch von einem besonderen Tag. Es beginnt nicht nur ein Bauprojekt, sondern es wird ein Zeichen für Berlingens Zukunft gesetzt. Ein Spatenstich bedeutet auch Mut, Neues anzupacken, Vertrauen auszusprechen und er ist überzeugt, dass Berlingen einen wichtigen Schritt in eine nachhaltige, klimafreundliche Wärmeversorgung geht. Es entsteht ein Wärmeverbund mit modernster Technologie, welche die besonderen Anforderungen eines historisch wertvollen Ortsbilds verbindet. Kurz vor dem symbolischen Spatenstich wartete Regierungsrat Walter Schönholzer noch mit einer besonders erfreulichen Überraschung auf: Die Förderzusage des Kantons Thurgau liegt unterschriftsbereit bei ihm auf dem Schreibtisch. 

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