Die SBB richtet ihr Netz an Reisezentren laufend am Verhalten ihrer Kundinnen und Kunden aus, heisst es in einer Mitteilung der SBB. Aufgrund der stark gesunkenen Nachfrage schliesst sie per 1. Januar 2027 die fünf Reisezentren in Stein am Rhein sowie in Arbon, St. Margrethen, Uznach und Ziegelbrücke. Beratung und Billettkauf bleiben in nahe gelegenen Reisezentren, an Automaten, über die digitalen Kanäle sowie rund um die Uhr telefonisch möglich. Für Reisende aus Stein am Rhein sind künftig die SBB-Reisezentren in Kreuzlingen und Schaffhausen die nächstgelegenen Anlaufstellen.
97 Prozent der Billette werden «selbstbedient» bezogen
Die SBB überprüft regelmässig, wo und in welchem Umfang persönliche Beratung genutzt wird. Dabei steht das Verhalten der Kundinnen und Kunden im Zentrum. Immer mehr Menschen kaufen ihre Billette digital oder online: Heute werden 97 Prozent der Billette «selbstbedient» bezogen, davon 85 Prozent über digitale Kanäle wie SBB Mobile und sbb.ch. Nur noch dreiProzent aller Billette werden in Reisezentren gekauft, gegenüber knapp zehn Prozent im Jahr 2019. Gleichzeitig bleibt persönliche Beratung für bestimmte Anliegen wichtig.
Sehr geringe Nutzung
Für die Weiterentwicklung des Netzes betrachtet die SBB nicht einzelne Standorte isoliert, sondern das gesamte Beratungs- und Vertriebsangebot einer Region. Wo die Nachfrage nach persönlicher Beratung dauerhaft sehr gering ist und gute Alternativen bestehen, passt sie das Netz gezielt an. Persönlich bediente Standorte mit sehr geringer Nutzung können wirtschaftlich nicht unverändert weitergeführt werden. Deshalb schliesst die SBB per 1. Januar 2027 die Reisezentren in Arbon, St. Margrethen, Stein am Rhein, Uznach und Ziegelbrücke. Die betroffenen Gemeinden und Kantone wurden frühzeitig einbezogen. Es kommt zu keinen Entlassungen; alle betroffenen Mitarbeitenden können ihre Tätigkeit in einem anderen Reisezentrum fortsetzen. An den fünf Bahnhöfen stehen weiterhin Billettautomaten zur Verfügung, heisst es in der Mitteilung.









