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Aktuell

Kilian Dilger gewinnt in neuer Fabelzeit

Das Velo-Bergrennen Ramsen–Oberwald erlebte trotz Teilnehmerrekord seine möglicherweise letzte Austragung

Beim Bergrennen Ramsen–Oberwald gibt es verschiedene Kategorien: Vom Plauschwettkampf (hier im Bild) bis zu ambitionierten Wettkämpfen auf dem Gravel- und Mountainbike.

Die vierte Austragung des Bergrennen Ramsen–Oberwald ging am Samstag mit einem Paukenschlag über die Bühne. Bei der voraussichtlich letzten Austragung des sympathischen Kultanlasses sicherte sich Kilian Dilger aus Gottmadingen mit einer Fabelzeit von 9:27 Minuten den Tagessieg. Er pulverisierte den bisherigen Streckenrekord auf der Walderstrasse um sage und schreibe 17 Sekunden. Schon im Vorfeld war die Resonanz auf das Rennen erfreulich gross. Mit 119 Rennfahren konnte ein neuer Teilnehmerrekord verbucht werden. Dass mitten im Rennen ein überraschender, kurzer Regenschauer einsetzte, tat der fantastischen Stimmung keinen Abbruch.

Nervenkrieg um den Streckenrekord

Im Kampf um den Tagessieg auf der Walderstrasse drückte der zweimalige Sieger Marco Quinter den alten Streckenrekord auf eine beeindruckende Marke von 9:35 Minuten. Doch die Freude währte nur kurz: Der 23 Jahre jüngere Kilian Dilger zündete den Turbo und spurtete mit einer Fabelzeit zum Tagessieg. Damit sicherte er sich den Eintrag auf dem «Monument». Das hochkarätige Podest komplettierte der Vorjahressieger Joshua Keller, der die Ziellinie mit ebenfalls sagenhaften 9:36 Minuten überquerte. Ob ambitioniert auf dem Gravel- und Mountainbike, unterstützt auf dem E-Bike, auf dem Handbike oder nostalgisch auf dem schweren Militärvelo – das Fahrerfeld war erneut vielfältig. Auch der Nachwuchs kam voll auf seine Kosten: Ab 16.00 Uhr gehörte die Strecke auf dem Oberwald den kleinsten Sportlern. Bei den Schüler- und Pfüderi-Rennen zeigten die Jahrgänge 2017 bis 2023 vollen Einsatz und schnupperten vor den stolzen Eltern echte Rennluft.

Ein wehmütiger Abschied

Da die beliebte Bauernwirtschaft von Heidi und Daniel Zimmermann am 18. Oktober 2026 für immer ihre Tore schliesst, schwang bei der diesjährigen Ausgabe viel Wehmut mit. Das Rennen bot die perfekte Gelegenheit, der Traditionsbeiz für die jahrelange Gastfreundschaft die verdiente Ehre zu erweisen. Die Festwirtschaft im Ziel sorgte ein letztes Mal im gewohnten Rahmen für das leibliche Wohl. Auch die vierte Austragung war ein rundum gelungener Anlass, der den Athleten und Zuschauern wohl noch lange in bester Erinnerung bleiben wird. Getreu dem Motto «Freundschaften pflegen und neue schlies­sen» war die voraussichtlich letzte Austragung ein voller Erfolg.

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