(ub) Am Donnerstag, 19. November, entscheiden die Homburger Stimmbürger an der Budget-Gemeindeversammmlung neben einer Reihe an Kreditanträgen durch den Gemeinderat Homburg auch über ein Geschäft, das aus den «üblichen Traktanden» hervorsticht: den Antrag der Genossenschaft Steinberg Reckenwil um Gewährung eines langfristigen, zinslosen Darlehens von 250 000 Franken. In der Botschaft heisst es zur Begründung der Genossenschaft für ihren Antrag: Für den Erhalt des Restaurants Steinberg und die Weiterentwicklung des restlichen Areals seien weitere finanzielle Mittel erforderlich. Mit der Rückzahlung des Darlehens solle begonnnen werden, wenn Einnahmen aus den Wohnungen erzielt würden und der Betrieb selbsttragend sei. Die Rückzahlung soll ab dann in einem Zeitraum von rund 25 bis 30 Jahren erfolgen. Der Gemeinderat hält dazu fest, dass er das Engagement der Genossenschaft Steinberg Reckenwil sowie deren Bestrebungen zum Erhalt des Restaurants und zur Weiterentwicklung des Areals anerkenne. Doch er beantragt der Gemeindeversammlung, die Gewährung dieses zinslosen Darlehens abzulehnen. Denn die Politische Gemeinde Homburg habe nicht den gesetzlichen Auftrag, genossenschaftlich organisierte Investitionsvorhaben zu finanzieren. Und es stelle sich dabei ohnehin auch die Frage, in welchem Umfang sich die Politische Gemeinde mit Darlehen an einzelnen privaten oder genossenschaftlich organisierten Projekten beteiligen solle. Dies könnte auch bei künftigen vergleichbaren Gesuchen Erwartungen wecken. Neben der Ablehnung dieses Kredites beantragt der Gemeinderat der Versammlung zudem, über dieses Geschäft in einer geheimen Abstimmung zu befinden.
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