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Aktuell

Feierlicher Einsetzungsgottesdienst

In Diessenhofen wurde Josif Trajkov am Sonntag im Pastoralraum «Am See und Rhy» willkommen geheissen

Kirchenpräsidentin Katharina Brütsch überreicht dem frisch gebackenen Pastoralraumleiter Josif Trajkov einen grossen, aus Brotteig gebackenen Schlüssel.

(tb) Die Bruder-Klaus-Kirche in Diessenhofen war praktisch bis auf den letzten Platz besetzt am vergangenen Sonntag. Der Anlass war ein besonderer: Josif Trajkov wurde in sein Amt als Leiter des Pastoralraums «Am See und Rhy» eingesetzt. Weihbischof Hanspeter Wasner gestaltete den feierlichen Einsetzungsgottesdienst. Der Kirchenchor Eschenz unter der Leitung von Erich Gagesch und mit Helga Morschl an der Orgel sowie ein Orchester umrahmten die Feier musikalisch. Es ertönten Kirchenliedklassiker wie «Kyrie Eleison» und «Gloria in excelsis Deo». 

Soziale Gerechtigkeit früher und heute

In seiner Begrüssung nahm Bischof Wasner einleitend Bezug auf den Apostel Paulus, der das Christentum nach Mazedonien brachte. Damit spielte er an auf die Herkunft Josif Trajkovs, der ursprünglich auch aus Mazedonien stammt. Freilich lebt er schon über 20 Jahre in der Schweiz und ist auch hier eingebürgert. «Genauso wie Paulus gut bei den Mazedoniern aufgenommen wurde, wünsche ich Josif, dass er gut im Pastoralraum ‹Am See und Rhy› aufgenommen wird», meinte der Würdenträger mit schelmischem Lächeln. Er betonte die soziale Gerechtigkeit im Volk Gottes, welches im Alten Testament im Buch Esther hervorgehoben wird. «Kümmert euch um die Schwächsten der Gesellschaft, die Witwen und Waisen», steht da geschrieben. «Und wer einen Mantel als Pfand erhält, soll ihn abends dem Besitzer zurückgeben, damit sich dieser des Nachts wärmen könne. Wir spüren aus diesen Worten den Mangel, welcher damals das Leben der Menschen bestimmte». Auch wenn heutzutage Sozialversicherungen vor der grössten Not bewahren, gibt es Armut und Verzweiflung. Hier gilt das christliche Gebot der Nächstenliebe. Diese und die Gottesliebe sollen den Leitfaden für die Tätigkeit des Pastoralraumleiters bilden. Gemeinsam mit der Gemeinde sprach Josif Trajkov das apostolische Glaubensbekenntnis. 

Überreichung der «missio canonica»

Als Höhepunkt des Gottesdienstes überreichte der Bischof die «missio canonica». Sie steht in der Kirchensprache Latein und bedeutet «kirchliche Sendung» oder «kirchliche Beauftragung». Sie ist die offizielle Bevollmächtigung durch den zuständigen Diözesanbischof in der römisch-katholischen Kirche und ermächtigt Personen dazu, im Namen der Kirche Verkündigungs- und Lehraufgaben wahrzunehmen. Das Abendmahl bildete das Herzstück des Gottesdienstes. Kirchenpräsidentin Katharina Brütsch überreichte Josif Trajkov einen grossen Schlüssel, aus Brotteig gebacken. Er steht symbolisch dafür, dass der frisch gebackene Pastoralraumleiter den Zugang zu den Herzen der Gemeindemitglieder finden möge. Kinder wünschten mit einem fröhlichen Lied alles Gute. Trajkov bedankte sich bei allen, die zu diesem würdevollen Einweihungsgottesdienst beigetragen hatten. Anschliessend lud die Kirchgemeinde zum Apéro im Pfarreisaal ein. 

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