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Aktuell

Die Klinik, wo der Weg zurück ins Leben beginnt

Aufschlussreicher Tag der offenen Tür bei Rehabilitation und Therapie in der Klinik St. Katharinental, Diessenhofen

Die Klinik St. Katharinental in Diessenhofen öffnete am Samstag dem Publikum ihre Türen. Sie hilft Opfern von Unfällen oder schweren Krankheiten, das weitere Leben zu meistern.

(drd) Die Klinik St. Katharinental in Diessenhofen öffnete am Samstag dem Publikum die Türen der Abteilungen Rehabilitation und Therapie. Sie zeigte den Gästen, wie sie Opfern von Unfällen oder schweren Krankheiten hilft, das weitere Leben zu meistern. Der ehemalige Versammlungsraum des Klosters, der Konvent, war als Auditorium eingerichtet. Dort hielten leitende Angestellte der Klinik Fachvorträge zur Ernährung, dem Vermeiden von Stürzen oder wie das Immunsystem gestärkt wird. An einem Infostand warb die Spital Thurgau AG für ihre IDEM-Organisation. Die Abkürzung steht für «Im Dienst eines Mitmenschen». Freiwillige unterstützen die Patientinnen und Patienten beim Essen und Trinken, unterhalten sich mit ihnen und gehen mit ihnen spazieren oder leisten Fahrdienste. Es ist gelebte Solidarität. Die Klinik organisiert Zusammenkünfte und bietet Fortbildung an. «Zeit ist das Wertvollste, was Sie geben können», erklärt die Organisation IDEM. Walter Stadler organisiert die Einsätze. Im Jahr 2025 wurden knapp zweitausend Einsatzstunden geleistet. Bei einem Wettbewerb konnten die Gäste beweisen, dass sie den Rundgang absolviert hatten und gut aufpassten. Wer sieben Fragen richtig beantwortete nahm an einer Verlosung teil. Erster Preis war ein Abonnement im Wert von 395 Franken für das Katharinental-Training, als zweiten Preis gab es einen Gutschein über hundert Franken für das Cafe Katharina und der dritte Preis war eine Massage im Wert von 55 Franken.

Konflikte ausdiskutieren ist besser als Einsamkeit

Die Abteilung Langzeit-Pflege ist seit Herbst 2018 in neuen Räumen untergebracht. Im ehemaligen Verwalterhaus stehen
19 Betten zur Verfügung und im Gästehaus 22. An einem Informationsstand erklärte Bereichsleiter Karsten Hopbach anhand von Grundriss-Skizzen, dass es ausserhalb der Zimmer Raum für Begegnungen gibt. «Das Konzept ist optimal, die Leute müssen nicht in ihrem Zimmer bleiben», lobt er. Er sei kein Freund von Einzelzimmern, das mache einsam. Es gebe hin und wieder Konflikte, aber das sei besser als sich nicht aufzuregen und nicht zu diskutieren, meint er. Nur wenige Besucher der Klosterkirche wissen, dass hinter dem Altar eine weitere, kleinere Kirche verborgen ist. «Sie wurde früher Nonnenchor genannt. Es war eine Einrichtung für die Geschlechtertrennung», erklärt Sandra Frey. Sie ist für die Klinik-Hotellerie zuständig. Dieser Raum war am Tag der offenen Türen als Cafeteria eingerichtet, mit einem verführerischen Tortenbuffet. Kaffee servierte das Personal des Cafe Katharina im Korridor vor dem Nonnenchor. «Das Cafe am Rheinufer wird derzeit umgebaut. Eröffnung ist am 1. März 2027. Dann erstrahlt der Raum in neuem Glanz. Das Angebot für das Mittagessen wird erweitert. Wir freuen uns alle sehr», erklärt Frey. Eine weitere Neuheit sei, dass dann täglich jede Stunde ein Bus vom Bahnhof Diessenhofen zur Klinik fahre, so Frey. Im Katharinental-Training stehen moderne Trainingsgeräte für Abonnenten und Klinik-Patienten bereit. Der Trainingsplan kann mit Computern aufgebaut und gespeichert werden. Der Computer empfiehlt, in welcher Reihenfolge trainiert werden sollte. Bei den ersten Anwendungen zeigen Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten, wie das System funktioniert. «Zwei Trainingseinheiten genügen meistens, bis das System beherrscht wird», erklärt Odin Hoogerbeets. Er ist Physiotherapeut und kommt aus Holland. «Die Auslastung ist ausgezeichnet, die Besucherzahl wächst», sagt er. Die Klinik St. Katharinental ist auf die Rehabilitation des Bewegungsapparates sowie auf Langzeitpflege spezialisiert. Sie verfügt über 130 Betten. Mit 350 Mitarbeitenden ist sie ein wichtiger Arbeitgeber. Der Tag der offenen Türen zeigte, wie im Katharinental Fachkompetenz, moderne Infrastruktur und eine menschliche Atmosphäre Hand in Hand gehen, um Menschen auf ihrem Weg zur Genesung zu unterstützen.

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