(kat) Im September hat das Tiefbauamt des Kantons Thurgau die Strasse zwischen Pfyn und Dettighofen saniert. Der Einlenker Richtung Herdern wurde angepasst. Nach Abschluss der Bauarbeiten präsentiert sich die H467, wie sie beim Tiefbauamt heisst, mit schwarzem Belag und weissen Mittelstreifen. Allerdings sind die beiden Fahrbahnen unterschiedlich breit. Wer bergauf fährt, hat weniger Platz, wer talwärts fährt, kann innerhalb seiner Spur Slalom fahren, so breit ist sie. Ging hier die Markierung des Radstreifens vergessen?
Bessere Bedingungen für alle
Das kantonale Tiefbauamt des Kantons Thurgau gibt Auskunft über die ungewöhnliche Aufteilung der Strasse. «Der bestehende Radstreifen war für das starke Gefälle zu schmal. Aufgrund der vorhandenen Strassenbreiten kann er zudem nicht normkonform verbreitert werden». Dies erklärt Daniel Schoch, Projektleiter der Abteilung Betrieb des Tiefbauamtes Thurgau.
Deshalb wurde bei der Sanierung der Strasse auf der talwärts führenden Spur auf einen separat markierten Radstreifen verzichtet. Dies hat seinen Grund. «Bei starkem Gefälle sind Velofahrende schneller unterwegs als bergauf. Ein schmaler Radstreifen würde sie deshalb unnötig einengen». Die breitere und talwärts führende Fahrbahn schaffe zusätzlichen Raum und verbessere damit die Bedingungen für alle Verkehrsteilnehmenden.
Der Radweg auf der östlichen Seite der Strasse blieb hingegen unangetastet. Er ist aber nur für die bergauf fahrenden Velofahrer gedacht und so auch gekennzeichnet. «Für eine Begegnung von zwei Radfahrern ist er zu schmal, vor allem, wenn die bergab Fahrenden schnell fahren. Dann wird es schnell gefährlich», erklärt Daniel Schoch.









