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Aktuell

Aus drei Kirchgemeinden soll eine werden

Vertreter aus Homburg, Pfyn und Müllheim informierten zur Fusion der Katholischen Kirchgemeinden

Die drei aktuellen Präsidenten der Kirchgemeinden (vlnr): Viktor Haag, Pfyn, Giovanni Meli, Müllheim, und Beat Tischhauser, Homburg, könnten alle ab dem neuen Jahr der geplanten «Röm.-Kath. Kirchgemeinde Seerücken-Thur» angehören.

(at) Vergangenen Montagabend luden die drei Katholischen Kirchgemeinden Homburg, Pfyn und Müllheim zur Orientierungsversammlung zur geplanten Fusion ein. Rund 60 Anwesende konnte um 19.30 Uhr Giovanni Meli, Präsident des Kirchgemeinderates der katholischen Kirchgemeinde Müllheim, begrüssen. Bis kurz nach 21.00 Uhr stellten er, Victor Haag, Präsident der Kirchgemeinde Pfyn, und aus Homburg Präsident Beat Tischhauser den Anwesenden vor, was eine Fusion bedeuten würde. Dies unter der Leitung von Urs Solèr, der schon mehrere Fusionen begleiten und beraten konnte. «Müllheim bringt Menschen, die sich engagieren, Erfahrungen und über Jahre gewachsenes Vertrauen mit», erklärt Meli die Vorzüge aus Müllheim. Haag streicht für Pfyn die Paritätische Kirchgemeine als Erfolgsmodell heraus. Er betont die gute Zusammenarbeit mit den Evangelischen Mitchristen. Homburg bringt nebst einer weit und gut sichtbaren Kirche ein reichhaltiges Gemeindeleben in eine fusionierte Kirchgemeinde ein, erklärt Tischhauser. Die Fusion, sofern alle drei Kirchgemeinden am 29. November an der Urne zustimmen, soll unter anderem noch sieben statt wie bisher 15 Kirchgemeinderäte benötigen und einen einheitlichen Steuerfuss von 22 Prozent bringen. Pfyn hat bisher einen Steuerfuss von 24 Prozent, Homburg einen von 26 Prozent und Müllheim 22 Prozent. Wie Haag erklärt, bedeutet ein geplanter Steuerfuss von 22 Prozent im ersten Jahr ein Minus von etwa 41 000 Franken. Allerdings steht dem ein Eigenkapital von über einer Million Franken gegenüber. Für das Pastorale bedeute die vorgesehene Fusion weniger Sitzungen und mehr Zeit für die Seelsorge, erläuterte den Anwesenden Barbara Weinbuch, Leiterin des katholischen Pastoralraums Thurtal-Seerücken-Untersee. «Ich verbringe diese Woche meinen Hochzeitstag an einer Sitzung», erklärt sie. Dies sollte bei einer Fusion nicht mehr passieren, erklärt Weinbuch ihre persönliche Situation.

Neuer Name

Gar nicht so einfach war es, einen neuen Namen für eine einzige Kirchgemeinde zu finden. Meli erklärt, dass gewisse Vorgaben erfüllt sein müssen. «Maximal 24 Zeichen, keine Fantasie­namen oder dergleichen». «Röm.-Kath. Kirchgemeinde See­rücken-Thur» wäre der neue Name aller drei Kirchgemeinden ab dem 1. Januar 2027. Auf die Frage eines Besuchers bezüglich des Zustands der diversen Liegenschaften können alle drei Präsidenten Entwarnung geben. «Vielleicht das Dach der Kirche in ein paar Jahren», mutmasst Meli. Bezüglich der priesterlichen Leitung erfahren die Anwesenden von Weinbuch, dass der Priester von Müllheim krank ist. 

Weiterer Fahrplan 

Wenn der Fusion am 29. November alle drei Kirchgemeinden zustimmen und nur dann, wird am 21. Januar 2027 die erste Versammlung der neuen Kirchgemeinde stattfinden können. Kurz nach 21.00 Uhr endet die Versammlung und wer wollte, konnte sich beim Umtrunk noch weiter über die Fusion austauschen. 

 

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