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Die prekäre Lage der Fische spitzt sich zu

Fischerzunft Diessenhofen unternimmt weitreichende Massnahmen zur Rettung der Fische

Diessenhofer Fischer fischen den Bereich der Geisslibachmündung ab und verfrachten die gefangenen Fische zum Oberlauf.

 

Auch wenn gegen Ende der Woche eine Abkühlung der Temperaturen zu erwarten ist, lassen die Mitglieder der Diessenhofer Fischerzunft nichts unversucht, ein Massensterben der Fische zu verhindern. Nachdem vor einigen Tagen im Bootshafen eine Mulde geschaffen wurde, die für die Fische einen Aufenthalt im kühlen Wasser erlaubte, zeigt sich nun, dass sich auch im kühlen Wasser des Auslaufbereichs bis hin zum Pontonierdepot eine Unmenge von Fischen tummelt. Damit die Stresssituation der Fische weder durch Boote noch durch Badende oder durch Steine werfende Spaziergänger am Ufer verschärft wird, wurden die entsprechenden Bereiche durch die Fischerzunft abgesperrt.
Zudem wurde dafür gesorgt, dass sich die Fische weiter in den Geisslibach zurückziehen können. Als letzte Massnahme werden nun die Rückzuggebiete im Bootshafen und am angrenzenden Rheinufer abgefischt. Die Fische werden oberhalb der mittleren Mühle im Geisslibach wieder ausgesetzt, in dem sie Wassertemperaturen vorfinden, die ihnen das Überleben ermöglichen.

Unterstützung und Verständnis
Selbst wenn diese Arbeiten angesichts der Grösse des Rheins als der berühmte Tropfen auf dem heissen Stein erscheinen, so darf der enorme Aufwand der einheimischen Fischer zur Sicherung sowie zur Hege und Pflege des Fischbestands mit grosser Dankbarkeit der Bevölkerung und der Behörde betrachtet werden.
Auch das Verständnis der Bootsbesitzer mit einem Liegeplatz im Hafen soll erwähnt sein, die die Bemühungen um die Rettung des Fischbestandes respektieren. Eine definitive Entschärfung der prekären Situation ist einzig auf den angekündigten Temperatursturz sowie auf sehnlichst erhoffte Niederschläge zu erwarten. Weitere Informationen zur lebensgefährlichen Situation der Fische und zum bereits im Rhein einsetzenden Fischsterben sind im Innenteil der Ausgabe zu finden.