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Barocke Orgelmusik zur Passionszeit

Johann Sebastian Bach und seine Zeitgenossen waren vergangenen Sonntag in Steckborn zu hören

Martin Schweingruber ist mit Leib und Seele in die Musik vertieft.

(ms) Rund 50 Freunde klassischer Orgelmusik folgten am vergangenen Sonntagabend der Einladung von Kirchenmusiker Martin Schweingruber zu seinem Orgelkonzert in der evangelischen Kirche Steckborn. In seiner Begrüssung führte Martin Schweingruber zu Beginn die Anwesenden in die Thematik der einzelnen Stücke ein.
Anschliessend entschwand er zu «seiner» Orgel und zeigte virtuos, was alles in so einer Orgel verborgen ist. Mit «Präludium und Fuge e-Moll» von Johann Sebastian Bach BWV (Bach-Werke-Verzeichnis) 533, einem kraftvollen Werk, wurde das Konzert eröffnet. Bei «Wasserflüssen Babylon» BWV 653 hörte man den plätschernden Wasserlauf einmal eher quirlig wie ein Bergbach und dann wieder ruhig wie ein Fluss. Von Domenico Zipoli waren zwei Versionen von «Toccata all’ Elevazione» zu hören, eine in F und die andere in C, führte mit seinen beinahe sphärischen Klängen die Zuhörer in eine andere Dimension.

Tosender Applaus
Das «Concerto del Signore Antonio Vivaldi» von Johann Gottfried Walter war ein Werk aufgeteilt in mehrere Teile, welche sich trotzdem immer wieder zusammenfanden. Eher traurig, melancholisch war dann die Stimmung in «Erbarme dich mein, o Herre Gott» BWV 721 wie die Passionszeit im Glauben auch dargestellt wird. «Passacaglai in G» von Georg Muffat und «O Mensch, bewein dein Sünde gross» BWV 622 und «O Lamm Gottes, unschuldig» BWV 656 in drei Versen wusste durch enge chromatische Windungen, insbesondere im zweiten Vers und gewaltige Akkorde zu fesseln. Als Abschluss und fulminanten Höhepunkt stand «Fantasia und Fuge c-Moll BWV 537» auf dem Programm. Erneut zog Martin Schweingruber alle Register und holte alles aus der Orgel heraus. Der langanhaltende und tosende Applaus war der mehr als verdiente Lohn für ein Orgelkonzert der besonderen Art.
Ein vollauf begeistertes und zufriedenes Publikum machte sich mit dieser eindrücklichen Musik, die wohl noch lange nachklang auf den Heimweg und in die Karwoche.

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